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Afrika Expeditionen Uganda

Sipi Fälle - Bujagali Fälle - Murchisonpark - Albertsee - Kibale Forest - Elisabeth Park - Kasinga Kanal - Ishasha River - Bwindi Park - Gorillas - Kampala


Afrika Expedition Uganda startet in Nairobi Kenia. Wir tätigen wir jetzt alle Einkäufe, Lebensmittel und Sachen ein, die unterwegs wesentlich teurer sind. Obst, Gemüse usw. können wir unterwegs frisch auf den Märkten kaufen.

Der LKW muss gecheckt werden - Ersatzteile, Öl, Sprit usw. sind erforderlich, die Wassertanks sind zu füllen, alle Zelte müssen aufgebaut und inspiziert werden. Unser Koch ist auch zeitig da, um sich um seine Küchenausrüstung zu kümmern. Auch Geld für die Reisekasse müssen wir umtauschen. Es gibt viel zu tun, aber abends haben wir dann doch ein wenig Zeit, um uns in der Stadt ein paar Drinks zu genehmigen.

Nairobi – Uganda Grenze – Kampala - Entebbe

Dann fahren wir los und versuchen, heute noch so weit wie möglich zu kommen. Über Nakuru, Kericho und Kisumu erreichen wir am späten Nachmittag die Ugandagrenze in Busia. Von Kisumu bis Busia hat es wolkenbruchartig geregnet und die letzten 20 km haben wir noch mit einer katastrophalen Piste (soll vorher mal Asphalt gewesen sein!!) zu kämpfen. Wir übernachten im „Farmview Hotel“ ganz in der Nähe des Schlagbaumes von Busia und so können wir morgen in aller Frühe zügig den Grenzübertritt bewerkstelligen.

Nach langwierigen Grenzformalitäten (Wagenpapiere, Versicherung für Uganda) stechen wir wieder in See und kommen über Jinja ohne Zwischenfälle nach Kampala. Im Agenturbüro von „Uganda-Wildlife“ holen wir die Tickets für das Gorillatrekking ab, die wir vor längerer Zeit schon von Deutschland aus geordert haben . Wir übernachten auf der Campsite „Red Chili Camp and Hostels“ im Ortsteil Bugolobi. Auf dem Markt machen wir nun die letzten Einkäufe.

Die anderen Mitreisenden kommen mit KLM in Entebbe (Flughafen von Kampala) an, wo wir sie mit dem Hoteltransferbus von „Sophies Motel“ abholen. Zuvor hatten wir uns in Entebbe nach Unterkünften für die Gruppe umgeschaut und fanden dann das sehr schöne Hotel „Sophies Motel“ mit Seeblick.

Am nächsten Morgen fahren wir zunächst nach Kampala, um den Leuten Gelegenheit zu geben, ein wenig die Stadt kennen zu lernen und noch einige Einkäufe zu machen.

Kampala – Jinja – Bujagali - Mt.Elgon- Kampala

Dann geht es weiter nach Jinja und zu den in der Nähe gelegenen Bujagali – Nilwasserfällen. Oberhalb der Fälle schlagen wir unser Camp auf, von wo aus wir einen wunderschönen Blick auf die Wasserlandschaft des Nils und die Flusskatarakte haben.









Heute am Ruhetag nehmen zwei unserer Leute die Gelegenheit wahr und machen ein ganztägiges Rafting in den Stromschnellen des Nil. Sie schwärmen von diesem Abenteuer und erzählen von der grandiosen Wasserschlacht und den halsbrecherischen Aktionen. Über Mbale gelangen wir zu dem wunderschönen Sipi Wasserfall, an den westlichen Ausläufern des Mt. Elgon gelegen, ein ca. 4.200 m hohes Felsmassiv, über dessen Gipfel die Grenze zwischen Uganda und Kenia verläuft. Auf der nahe gelegenen „Moses Campsite“ schlagen wir die Zelte auf. Von hier haben wir einen direkten Blick auf den Wasserfall.


















Am nächsten Morgen brechen wir zu einem mehrstündigen Marsch zum Sipi-Wasserfall und weiteren kleinen Fällen, die etwas tiefer in den Bergen liegen, auf. Die Wanderung ist anstrengend und zieht sich über Stunden hin. Wegen des weitläufigen Gebietes müssen wir einen Führer mitnehmen.
Früh am nächsten Morgen verlassen wir unser schönes Camp und bevor wir unsere Tour wieder nach Westen fortsetzen, statten wir den ca. 60km entfernt bei dem Ort Kumi liegenden bekannten Felszeichnungen einen Besuch ab. Die Zeichnungen und Gravuren befinden sich auf Felswänden in einem ausgedehnten Hügelgebiet, z. T. ziemlich versteckt zwischen Büschen und bizarren Felsen.
Mit einem Führer finden wir bald die interessantesten Stellen, besteigen nach der Besichtigung einige höhere Felsen und haben so einen schönen Ausblick auf die mit Felsbrocken übersäte Landschaft.













Zurück über Mbale und Jinja erreichen wir zeitig Kampala. Hier nächtigen wir erneut auf der „Red Chili Campsite“, die Heinz und ich schon bei der Anreise benutzt haben. Im Zentrum der Stadt gibt es zwar eine Campsite, aber dort ist zuviel los und man kommt kaum zur Ruhe.

Kampala – Masindi – Murchison-Nationalpark

Nach einem ausführlichen Stadtbummel in Kampala führt die Strecke jetzt in nördlicher Richtung über Masindi in den Murchison- Nationalpark. Dieser Nationalpark ist mit ca. 3.900 qkm der größte Ugandas und liegt im Nordwesten des Landes.

Die Savanne wird bevölkert von Löwen, Büffeln, Elefanten, Kobantilopen, Hippos, Krokodilen und den seltenen Rothschildgiraffen. Namensgebend für den Park ist der Murchison -Wasserfall (früher Kabalega). Hier stürzt der Victoria-Nil, der aus dem Victoriasee kommt und durch eine Engstelle des Ostafrikanischen Grabens seinen Weg gesucht hat, in imposanter Weise durch eine 7 m breite Schlucht 43 m in die Tiefe.





Am Fuße des Wasserfalls gibt es Krokodile, die sich auch von Kadavern der Tiere ernähren, die Opfer des reißenden Wassers geworden sind. Am beeindruckendsten sind jedoch Flora und Fauna an den Ufern des Flusses – riesige Bäume und Millionen von Vögeln im sumpfigen Schilf sowie eine beachtliche Population von Hippos und Krokodilen.
Acht km nach dem Parkgate gibt es eine neue Campsite, das „ECO-Projekt Camp“, das von einer Privatorganisation hier und auch an anderen Stellen Ugandas errichtet wurde. Da der Tag schon fortgeschritten ist, fahren wir heute nicht weiter und bleiben auf der Campsite. Heute geht es in nördlicher Richtung auf sehr guter Piste weiter durch den Nationalpark. Bevor wir zur Bootsanlegestelle und zur Campsite am Nil fahren, machen wir einen Abstecher, um heute zunächst an den oberen Rand der Nilfälle zu gelangen. Ein Spaziergang am Wasserfall hinterlässt bleibende Erinnerungen.






















Wir kehren zurück zur Hauptpiste und setzen die Fahrt zum Nilufer fort. Auf der Campsite, die inzwischen von denselben Leuten der Campsite in Kampala betrieben wird und auch „Red Chili Camp“ heißt, schlagen wir die Zelte auf. Wir bummeln hinunter zur Bootsanlegestelle, erkundigen uns am Ticketbüro nach dem Fahrplan und buchen für den nächsten Tag unseren Bootstrip auf dem Nil. Hier befindet sich auch die Anlegestelle einer Fähre, mit der man in den nördlichen Teil des Nationalparks gelangen kann.
















Die Bootsfahrt dauert ca. drei Stunden und führt in Ufernähe in gemächlicher Fahrt entlang des Nils stromaufwärts. Auf dem Dach des Bootes befindet sich eine Aussichtsplattform, von wo aus wir in aller Ruhe die Tiere am Ufer betrachten können: Elefanten, Antilopen, Büffel, Adler und viele Riesenkrokodile und Hippos.

















Nach ca. zweistündiger Fahrt nähern wir uns dem Wendepunkt der Tour am Fuß des Murchison-Wasserfalls. Weiter kann das Boot hier wegen der enormen Wasserstrudel und Strömungsverhältnisse nicht fahren. Es macht an einem größeren Felsen fest und wir haben Gelegenheit, das Naturschauspiel zu betrachten.



Diesen Bereich der Fälle haben wir gestern zum ersten Mal von oberhalb genossen. Nachdem wir die Landschaft bewundert haben, geht die Bootsfahrt entlang des anderen Nilufers zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Wir bauen das Camp ab und am Mittag setzen wir unsere Fahrt durch eine interessante Landschaft zu dem nächsten Ziel, dem Albert-See, fort.

Murchison Falls - Albert See

Nach einiger Zeit sehen wir rechts der Straße einen Brunnen, an dem Einheimische dabei sind, Wasser zu fassen. Das ist auch für uns das Zeichen, an die eigenen Wasservorräte zu denken. Wir laden die Kanister ab und wollen uns in die Schlange der Wartenden einreihen. Aber sofort lassen sie uns den Vortritt und sehen uns lieber bei der Arbeit zu. Einige Frauen bieten sich sogar an, uns beim Pumpen behilflich zu sein. Wir alle haben bei der Aktion eine Menge Spaß.













Frohen Mutes fahren wir weiter und folgen in einiger Entfernung dem Verlauf des Viktiora-Nils, der schließlich bei dem Ort Wanseko in den Albert-See mündet. Der Albertsee ist ca. 140 km lang und liegt auf der Grenze von Uganda zur DR Kongo auf 620 m ü. NN , westlich des weitläufigen Hochlands von Uganda. Er ist Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs, unmittelbar nördlich des Ruwenzori-Gebirges. Der sehr fischreiche See wird u.a. von zwei sehr wichtigen Zuflüssen gespeist: dem Viktoria-Nil aus dem Victoria See und dem Semliki aus dem südlich gelegenen Eduard See. Sein Abfluss ist der Albert-Nil, der den See als Teil des weißen Nils am Nordende verlässt.

Im weiteren Verlauf der Piste entlang des Sees passieren wir den Ort Bulisa, in dem wir eine kurze Rast einlegen. Weiter dem See folgend erreichen wir den Ort Bisu, wo die Piste zur Halbinsel Butiaba abzweigt. Nach einiger Zeit stehen wir am Grabenabbruch, von dem aus wir über eine kurvenreiche Piste immer weiter hinunter ins Tal fahren. Dabei haben wir stets den Blick auf den See und können schon unser Ziel, die Halbinsel Butiaba, erkennen.

In der Nähe des kleinen Dorfes Butiaba schlagen wir unmittelbar am Seeufer unsere Zelte auf und stürzen uns sofort in die Fluten.Sogleich sind wir von einer großen Kinderschar umringt, die uns bis zum Einbruch der Dunkelheit Gesellschaft leistet und alles mit neugierigen Augen betrachtet.












Besonders die Küche und die Aktivitäten rund um die Kochstelle erregen ihre Aufmerksamkeit. Hier wollen wir noch einen weiteren Tag bleiben. Jeder begeht ihn auf seine Art.









Nicht weit vom Camp entfernt stehen einige Kühllastwagen, die den Fischfang von heute verladen, um ihn in die Märkte der Großstädte in Uganda zu bringen.

Albert See - Fort Portal - Kibale Forest

Von Butiaba über Hoima erreichen wir die Stadt Fort Portal. Beim Touroperator „Kibale Tours“ kaufen wir Tickets für den Eintritt in das „Kibale-Primaten-Reservat“. In dem Park gibt es viele Schimpansen, die sich dort in den dschungelartigen Wäldern nach der Umsiedlung gut akklimatisiert haben und sich hier inzwischen heimisch fühlen. Heute können wir wegen der fortgeschrittenen Tageszeit den 35 km entfernten Kibale Nationalpark nicht mehr erreichen, so dass wir in Fort Portal in Ruhe noch Einkäufe für die nächsten Tage machen, bevor wir zu der nahe gelegenen Campsite „Amavere Camp“ fahren. Das Camp ist sehr schön in einem dicht bewaldeten Park gelegen und verfügt über einige zünftige, im Kolonialstil erbaute Holzhäuser und eine große strohbedeckte Rundhütte, die uns als Koch- und Essplatz dient. In der Nähe gibt es einen Wasserfall und in der weiteren Umgebung einige Kraterseen, die wir mit einem Guide besuchen.


Zurück über Fort Portal fahren wir heute die 35 km lange Piste in Richtung zum Eingang des Schimpansen-Parks. Die Piste führt entlang riesiger Teeplantagen, die den typischen Geruch von Tee verbreiten und landwirtschaftlich genutzten Gebietes. Wir befinden uns demnach hier schon in einer Höhe zwischen 1500 und 1700 Metern.






DasKibale-Forest-Primaten-Reservat (Kibale Nationalpark) hat seinen Namen vom Kibale-Wald. Dieser Regenwald ist einzigartig wegen seines Artenreichtums und seiner Populationsgröße an Primaten, sowie Rotschwanz- und Blauschwanzaffen. Neben den schwarz-weißen kommen hier auch die selteneren roten Colobusaffen vor. Der Kibale-Wald war von Abholzung und Besiedlung bedroht, doch nach der Erklärung zum Nationalpark wird er nun geschützt und gilt als besonderer Anziehungspunkt für Touristen. Unmittelbar vor dem Gate des Kibale Forest Nationalparks können wir auf einer Wiese campen, für die wir allerdings zahlen müssen, obwohl es dort keinerlei Facilities, außer einem „Plumpsklo“, gibt. Für den Parkeintritt und das gebuchte Trekking, das vier Stunden dauern soll, müssen wir p.P. 40 USD bezahlen, den Guide eingeschlossen.


Am frühen Morgen beginnt das Schimpansen-Trekking. In zwei Gruppen von je vier Leuten laufen wir in verschiedenen Richtungen mit je einem Guide los. Beide sind mit einem Funkgerät verbunden, so dass sie sich verständigen können, falls jemand eine Schimpansengruppe findet.
In der ersten Stunde passiert nichts, wenn man davon absieht, dass der oft unwegsame Dschungel viel Geduld und körperliche Anstrengung erfordert, da wir bei der Suche oft die eingelaufenen Trampelpfade verlassen müssen.


Schließlich meldet sich ein Guide per Funk und signalisiert einen Sucherfolg. Er weist uns den Weg und bald treffen wir auf die erste Schimpansenfamilie. Sie hat sich allerdings weit in das undurchdringliche Unterholz zurückgezogen, so dass wir die Tiere nur aus einiger Entfernung betrachten können.Später sehen wir aber noch weitere Tiere und der Rundgang wird ein großer Erfolg. Am Nachmittag fahren wir zu dem nicht weit entfernten Nkurubu-Kratersee, an dessen Rand ein sehr idyllischer Campingplatz liegt . Von hier sind es nur ein paar Gehminuten bis zum Ufer des Sees. Auf diesem Platz verbringen wir die Nacht.



Kibale Forest - Queen Elisabeth-Nationalpark


Zunächst führt unsere Route wieder über Fort Portal, von wo aus wir über Kasese, dem Abzweig zum Ruwenzori-Gebirge, direkt zum Queen Elisabeth- Nationalpark weiterfahren.

Der Park liegt im Süden Ugandas am Eduard- und Georg- See. Bekannt ist die Mweya-Lodge auf der Mweya-Halbinsel am Kasinga-Kanal, der die beiden Seen verbindet. Am Kanal kann man vor allem Flusspferde und Pelikane sowie Eisvögel, Adler, Reiher Antilopen und Büffel beobachten. Der Park beherbergt über 100 Säugetier- und 600 verschiedene Vogelarten. Im Maramagambo-Wald und im Ishasa-Gebiet, beide im Süden des Parks gelegen, finden sich auch verschiedene Affenarten, sowie Kronenkraniche (Wappenvogel Ugandas) und Topis.

Eduard-See (65 km lang, 920 ü.NN) und Georg-See (23 km lang, 914 ü.NN) sind ebenfalls Teil des Ostafrikanischen Grabens. Während der Eduard-See von vielen kleinen Bächen und Flüssen gespeist wird, ist der Semliki, der weiter nördlich in den Albert-See mündet, der einzige Abfluss. Der Georg-See, der nicht zuletzt wegen seiner Artenvielfalt vor allem an Vögeln Bestandteil des Parks ist, hat über den Kasinga-Kanal seinen Abfluss zum Eduard-See.

Am Gate zum Nationalpark werden wir wieder eine Menge Geld los. Über gute Pisten im Park erreichen wir bald die „Mweya Lodge“, die auf einem Hochplateau über dem Kasingakanal liegt, der Edward- und Georg-See verbindet.Unweit der Lodge liegt unsere Campsite, auf der es Duschen und Toiletten gibt. Von unserem Platz auf einer Abbruchkante haben wir einen wunderschönen Blick auf den Kasinga-Kanal und die eindrucksvolle Uferlandschaft. Mit dem Fernglas können wir die Tiere am Wasser beobachten.









In der Nacht hören wir viele Tiergeräusche. Wir bekommen Besuch von zwei Elefanten – Mutter und Kind -, die lange Zeit unmittelbar rund um die Zelte grasen und nicht daran denken, weiter zu laufen. Schließlich wollen sie noch ein wenig ausruhen und der kleine Elefant legt sich sogar nieder und erwischt dabei noch die Ecke eines Zeltes. Dort bleibt er dann liegen. Die beiden Insassen sind mit den Nerven fertig. Nach langer Wartezeit bequemen sich die Dickhäuter doch noch zum Aufbruch.

Am nächsten Morgen machen wir eine Bootsfahrt auf dem Kasinga-Kanal, ähnlich der auf dem Nil im Murchison-Park. Die Bootsanlegestelle liegt direkt unterhalb des Hotels in einer kleinen Bucht. Auch hier fährt das Boot gemächlich am Ufer entlang und dabei können wir die Fauna und Flora der Uferlandschaft genießen. Wir passieren auch ein direkt am Ufer gelegenes Fischerdorf und können zusehen, wie die Fischer ihre Netze entleeren und den Fang weiter verarbeiten.














Am Nachmittag ist noch eine Pirschfahrt durch den Park vorgesehen, bei der es wieder viel zu sehen gibt. Am heutigen Ruhetag wandern wir zur Lodge und genießen auf der Terrasse den gigantischen Rundblick auf die Wasserlandschaft, erfreuen uns an eisgekühltem Bier und „Cuba libre“.

Ishasha-River

Weiter führt die Fahrt durch den Park zu dessen Südzipfel, wo sich das berühmte und beliebte Ishasa-River-Camp befindet. Zuvor müssen wir jedoch den Kasinga-Kanal über die einzige vorhandene Brücke überqueren.

















Sie befindet sich in einer kleinen Bucht des Kanals. In dieser landschaftlich besonders schönen Gegend machen wir eine größere Rast.
















Die weitere Piste ist erstaunlich gut, obwohl es in der Zwischenzeit einige stärkere Regengüsse gegeben hat. Wir kommen gut voran. Inzwischen befinden wir uns in einem größeren Waldgebiet, dem Maramagambo Forest.



















Plötzlich versperrt uns ein umgestürzter Baum den Weg. Da wir das Hindernis nicht umfahren können, müssen wir dem Baum „zur Leibe rücken“, um die Fahrbahn frei zu machen.
Der Weg ist frei und die restliche Strecke legen wir ohne Zwischenfälle zurück. Schließlich stehen wir am Gate des Ishasha River-Camps. Eintritt für das Camp müssen wir nicht mehr bezahlen, da der 3-Tage-Tarif vom Tag des Eintritts in den QENP noch gültig ist, lediglich Campgebühren sind erneut fällig.





Unser Camp liegt unmittelbar am Ufer des Ishasa-Rivers,
Grenzfluss zwischen Uganda und der DR Kongo.
Der bewaldete Platz bietet mit seinen großen Bäumen ausreichend Schatten, um der Sonne aus dem Weg zu gehen. Eine strohbedeckte Rundhütte bietet sich hervorragend als Standort der Küche und Schutz bei Regen an.Von diesem Platz aus können wir direkt dem Baden der Hippos im Fluss zusehen und hören bis in die Nacht das Prusten der Tiere.
Am Nachmittag gibt es plötzlich und unerwartet einen brutalen Wolkenbruch, den wir unter der strohbedeckten Ess- und Aufenthaltshütte untätig miterleben müssen, nachdem wir zuvor hastig unsere Zelte geschlossen haben.
Nach einer Stunde ist aus unserer Campsite ein See geworden und fast alle Zelte bis auf zwei, die zufällig auf eine winzige, fast nicht wahrnehmbare Erhöhung gebaut waren, sind voll gelaufen.














Der nächste Tag ist Ruhetag am Ishasa-River und nachdem wir die nassen Zelte und deren „Innereien“ wieder auf Vordermann gebracht haben, machen wir
kleine Wanderungen und eine Pirschfahrt mit dem LKW. Die Piste war vom gestrigen Regen noch ziemlich aufgeweicht und manchmal gab es heikle Stellen für den schweren LKW. Der Regen hat sich aber zum Glück nicht mehr gemeldet.

Bwindi – Inpenetrable Forest

Der Bwindi-Park erstreckt sich über die Flanken des Ostafrikanischen Grabens. Dieser Regenwald ist ursprünglich und sehr alt. In dem Schutzgebiet kommt ungefähr die Hälfte aller heute noch lebenden Berggorillas vor, dazu u.a. Elefanten, Schimpansen und andere Affenarten. Die Höhe des Parks erstreckt sich von 1.160 m bis zu 2.607 m ü.NN. 90 Säugetierarten und viele Vogelarten sind hier heimisch, von denen 23 Vogelarten ausschließlich in diesem Gebiet vorkommen. Wir campieren auf einem Platz außerhalb des Nationalparks.


Da wir erst für den nächsten Tag ein Ticket für die Gorillapirsch haben, können wir uns heute noch etwas in der Gegend umsehen. Einige von uns machen einen geführten Rundgang durch ein etwas weiter gelegenes Pygmäendorf, andere schauen sich in den Souvenirläden um, in denen sehr schöne Flecht- und Schnitzarbeiten angeboten werden, deren Erlös aufgrund einer Dorfinitiative in den Ausbau der neuen Schule fließt und die Sponsorengelder ergänzen sollen.















Schließlich ist der große Tag gekommen, den alle seit Monaten herbeigesehnt haben. Die Tickets haben wir schon von Deutschland aus gebucht und in Kampala abgeholt. Jede Gorillafamilie darf nur von Gruppen bis fünf Leuten unter der Führung von speziell hierfür geschulten Parkrangern besucht werden. Man kann nie sagen, wie lange man gehen muss, um auf die Gorillas zu stoßen, aber die Parkverwaltung gibt die Garantie, dass jede Gruppe die Tiere sehen wird, da die Population hier ausreichend groß ist. Wir werden mit anderen Teilnehmern in zwei Gruppen aufgeteilt und dann geht es mit zwei Rangern endlich los.












Nach langem Suchen und anstrengender Kletterarbeit im dichten, feuchten Regenwald treffen wir endlich auf die Gorillas. Hier bleiben wir einige Zeit und betrachten die imposanten Tiere in aller Ruhe, bevor die Ranger zum langen Rückmarsch aufrufen. Es war ein tolles Erlebnis und die Eindrücke werden sicher sehr lange in Erinnerung bleiben.

Bwindi – Kabale – Mbarara – Kampala - Entebbe

Heute müssen wir zügig die Rückfahrt beginnen, damit wir rechtzeitig zum Rückflug in Entebbe sind. Die erste Rast machen wir in Kabale für Mittagessen und kleinere Einkäufe. Hier biegen wir von der Piste auf den Trans-Uganda-Highway ab, der von Ruanda über Kampala nach Kenia führt. Die Straße ist in erstklassigem Zustand, so dass wir gut voran kommen. Der folgende Ort Rubare liegt direkt auf dem Äquator. Wir halten hier an, um das obligatorische Foto zu machen. Eine Taufe ist nicht mehr nötig, da wir alle diese Prozedur schon öfter über uns „ergehen“ lassen mussten. Aber dafür werden wir hier mit einer anderen Attraktion konfrontiert. Ein Einheimischer demonstriert an einem einfachen Gestell, in dem zwei Wassereimer hängen, wie sich das Wasser beim Ablaufen nördlich des Äquators anders dreht als südlich – nördlich links und südlich rechts, was mit dem Erdmagnetismus zusammen hängt. Um die Veränderung des Drehens des Wassers augenscheinlich zu machen, trägt er die Vorrichtung einige Meter weiter über die gedachte Äquatorlinie hinweg. Man sieht eindrucksvoll, dass sich tatsächlich die Drehrichtung des Wassers ändert. Um das besser sehen zu können, hat er jeweils einige Grashalme auf die Wasseroberfläche gelegt.

Die nächste Stadt, die wir auf dem Highway erreichen, ist Mbarara. Wir übernachten hier auf der „Agip-Motel-Campsite“. Die Campsite ist sehr schön und mit einer soliden Mauer umgeben, aber leider befindet sie sich unmittelbar am Hauptmarkt der Stadt, wo das Leben bis weit nach Mitternacht pulsiert. Zum Schlafen wird man hier sicher nicht kommen. Dafür bietet der gepflegte Biergarten des Hotels eine gewisse Entschädigung.

Am nächsten Tag schaffen wir es bis zu einer Campsite im Mpanga- Forest, nicht weit von Kampala entfernt. Diese Anlage heißt „ECO-PROJEKT Camp“ und wird ebenfalls von einer privaten Organisation betrieben.

Bis Kampala haben wir heute nur noch ca. 35 km zu bewältigen. Da wir die Stadt nach der Morgen-Rushhour erreichen, haben wir etwas Glück mit dem Stadtverkehr, zumal wir in Richtung Innenstadt nur bis zum ersten großen Kreisverkehr fahren müssen, an dem wir dann nach Süden in Richtung Entebbe abbiegen. Die letzte Nacht verbringen wir wieder in „Sophies Motel“ und genießen den letzten Blick auf den Victoriasee.

Der Rückflug mit KLM geht über Nairobi weiter nach Amsterdam und Frankfurt.





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Über mich

Seit 1973 habe ich in 22 afrikanischen Ländern über 42 mehrwöchige Expeditionen, Trekkingreisen und Afrikadurchquerungen unternommen und dabei unzählige Fotos und mehrere Dokumentarfilme gemacht. Besondere Höhepunkte dabei waren Bergbesteigungen, Kamelwanderung und Wüstenwanderung, Masaiwanderungen, Motorradsafari, Flugsafaris, Dhausegeln im Indischen Ozean, Rafting im Sambesifluss, Ultralightflug über die Viktoriafälle und viele Begegnungen mit noch völlig ursprünglich lebenden Stämmen in vielen Ländern Afrikas. Mit der Bereitstellung meiner Reiseberichte und Fotos möchte ich interessierten Menschen eine spannende Begegnung mit den Schönheiten des Schwarzen Kontinents ermöglichen. Für Fragen zu Einzelheiten der Reisen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

"Es ist nicht die Kraft, nicht die Ausdauer, die uns schwierigste Situationen bewältigen lässt, sondern die Sehnsucht nach dem, was uns hinter dem Horizont erwartet und der Stolz, auf das zurück zu blicken, was hinter uns liegt……."

(Johnny Hinzen)

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