Der LKW muss gecheckt werden - Ersatzteile, Öl, Sprit usw. sind erforderlich, die Wassertanks sind zu füllen, alle Zelte müssen aufgebaut und inspiziert werden. Unser Koch ist auch zeitig da, um sich um seine Küchenausrüstung zu kümmern. Auch Geld für die Reisekasse müssen wir umtauschen. Es gibt viel zu tun, aber abends haben wir dann doch ein wenig Zeit, um uns in der Stadt ein paar Drinks zu genehmigen.
Nairobi – Uganda Grenze – Kampala - Entebbe
Dann fahren wir los und versuchen, heute noch so weit wie möglich zu kommen. Über Nakuru, Kericho und Kisumu erreichen wir am späten Nachmittag die Ugandagrenze in Busia. Von Kisumu bis Busia hat es wolkenbruchartig geregnet und die letzten 20 km haben wir noch mit einer katastrophalen Piste (soll vorher mal Asphalt gewesen sein!!) zu kämpfen. Wir übernachten im „Farmview Hotel“ ganz in der Nähe des Schlagbaumes von Busia und so können wir morgen in aller Frühe zügig den Grenzübertritt bewerkstelligen.
Die anderen Mitreisenden kommen mit KLM in Entebbe (Flughafen von Kampala) an, wo wir sie mit dem Hoteltransferbus von „Sophies Motel“ abholen. Zuvor hatten wir uns in Entebbe nach Unterkünften für die Gruppe umgeschaut und fanden dann das sehr schöne Hotel „Sophies Motel“ mit Seeblick.
Am nächsten Morgen fahren wir zunächst nach Kampala, um den Leuten Gelegenheit zu geben, ein wenig die Stadt kennen zu lernen und noch einige Einkäufe zu machen.
Kampala – Jinja – Bujagali - Mt.Elgon- Kampala
Dann geht es weiter nach Jinja und zu den in der Nähe gelegenen Bujagali – Nilwasserfällen. Oberhalb der Fälle schlagen wir unser Camp auf, von wo aus wir einen wunderschönen Blick auf die Wasserlandschaft des Nils und die Flusskatarakte haben.


Am nächsten Morgen brechen wir zu einem mehrstündigen Marsch zum Sipi-Wasserfall und weiteren kleinen Fällen, die etwas tiefer in den Bergen liegen, auf. Die Wanderung ist anstrengend und zieht sich über Stunden hin. Wegen des weitläufigen Gebietes müssen wir einen Führer mitnehmen.

Nach einem ausführlichen Stadtbummel in Kampala führt die Strecke jetzt in nördlicher Richtung über Masindi in den Murchison- Nationalpark.

Am Fuße des Wasserfalls gibt es Krokodile, die sich auch von Kadavern der Tiere ernähren, die Opfer des reißenden Wassers geworden sind. Am beeindruckendsten sind jedoch Flora und Fauna an den Ufern des Flusses – riesige Bäume und Millionen von Vögeln im sumpfigen Schilf sowie eine beachtliche Population von Hippos und Krokodilen. Acht km nach dem Parkgate gibt es eine neue Campsite, das „ECO-Projekt Camp“, das von einer Privatorganisation hier und auch an anderen Stellen Ugandas errichtet wurde. Da der Tag schon fortgeschritten ist, fahren wir heute nicht weiter und bleiben auf der Campsite. Heute geht es in nördlicher Richtung auf sehr guter Piste weiter durch den Nationalpark. Bevor wir zur Bootsanlegestelle und zur Campsite am Nil fahren, machen wir einen Abstecher, um heute zunächst an den oberen Rand der Nilfälle zu gelangen. Ein Spaziergang am Wasserfall hinterlässt bleibende Erinnerungen.




Die Bootsfahrt dauert ca. drei Stunden und führt in Ufernähe in gemächlicher Fahrt entlang des Nils stromaufwärts. Auf dem Dach des Bootes befindet sich eine Aussichtsplattform, von wo aus wir in aller Ruhe die Tiere am Ufer betrachten können: Elefanten, Antilopen, Büffel, Adler und viele Riesenkrokodile und Hippos.


Nach ca. zweistündiger Fahrt nähern wir uns dem Wendepunkt der Tour am Fuß des Murchison-Wasserfalls. Weiter kann das Boot hier wegen der enormen Wasserstrudel und Strömungsverhältnisse nicht fahren. Es macht an einem größeren Felsen fest und wir haben Gelegenheit, das Naturschauspiel zu betrachten.

Diesen Bereich der Fälle haben wir gestern zum ersten Mal von oberhalb genossen. Nachdem wir die Landschaft bewundert haben, geht die Bootsfahrt entlang des anderen Nilufers zurück zu unserem Ausgangspunkt. Wir bauen das Camp ab und am Mittag setzen wir unsere Fahrt durch eine interessante Landschaft zu dem nächsten Ziel, dem Albert-See, fort.
Murchison Falls - Albert See
Nach einiger Zeit sehen wir rechts der Straße einen Brunnen, an dem Einheimische dabei sind, Wasser zu fassen. Das ist auch für uns das Zeichen, an die eigenen Wasservorräte zu denken. Wir laden die Kanister ab und wollen uns in die Schlange der Wartenden einreihen. Aber sofort lassen sie uns den Vortritt und sehen uns lieber bei der Arbeit zu. Einige Frauen bieten sich sogar an, uns beim Pumpen behilflich zu sein. Wir alle haben bei der Aktion eine Menge Spaß.
Frohen Mutes fahren wir weiter und folgen in einiger Entfernung dem Verlauf des Viktiora-Nils, der schließlich bei dem Ort Wanseko in den Albert-See mündet.
Im weiteren Verlauf der Piste entlang des Sees passieren wir den Ort Bulisa, in dem wir eine kurze Rast einlegen.
In der Nähe des kleinen Dorfes Butiaba schlagen wir unmittelbar am Seeufer unsere Zelte auf und stürzen uns sofort in die Fluten.Sogleich sind wir von einer großen Kinderschar umringt, die uns bis zum Einbruch der Dunkelheit Gesellschaft leistet und alles mit neugierigen Augen betrachtet.
Besonders die Küche und die Aktivitäten rund um die Kochstelle erregen ihre Aufmerksamkeit. Hier wollen wir noch einen weiteren Tag bleiben. Jeder begeht ihn auf seine Art.
Nicht weit vom Camp entfernt stehen einige Kühllastwagen, die den Fischfang von heute verladen, um ihn in die Märkte der Großstädte in Uganda zu bringen.
Von Butiaba über Hoima erreichen wir die Stadt Fort Portal. Beim Touroperator „Kibale Tours“ kaufen wir Tickets für den Eintritt in das „Kibale-Primaten-Reservat“. In dem Park gibt es viele Schimpansen, die sich dort in den dschungelartigen Wäldern nach der Umsiedlung gut akklimatisiert haben und sich hier inzwischen heimisch fühlen. Heute können wir wegen der fortgeschrittenen Tageszeit den 35 km entfernten Kibale Nationalpark nicht mehr erreichen, so dass wir in Fort Portal in Ruhe noch Einkäufe für die nächsten Tage machen, bevor wir zu der nahe gelegenen Campsite „Amavere Camp“ fahren. Das Camp ist sehr schön in einem dicht bewaldeten Park gelegen und verfügt über einige zünftige, im Kolonialstil erbaute Holzhäuser und eine große strohbedeckte Rundhütte, die uns als Koch- und Essplatz dient. In der Nähe gibt es einen Wasserfall und in der weiteren Umgebung einige Kraterseen, die wir mit einem Guide besuchen.
Zurück über Fort Portal fahren wir heute die 35 km lange Piste in Richtung zum Eingang des Schimpansen-Parks. Die Piste führt entlang riesiger Teeplantagen, die den typischen Geruch von Tee verbreiten und landwirtschaftlich genutzten Gebietes. Wir befinden uns demnach hier schon in einer Höhe zwischen 1500 und 1700 Metern.


DasKibale-Forest-Primaten-Reservat (Kibale Nationalpark) hat seinen Namen vom Kibale-Wald. Dieser Regenwald ist einzigartig wegen seines Artenreichtums und seiner Populationsgröße an Primaten, sowie Rotschwanz- und Blauschwanzaffen. Neben den schwarz-weißen kommen hier auch die selteneren roten Colobusaffen vor. Der Kibale-Wald war von Abholzung und Besiedlung bedroht, doch nach der Erklärung zum Nationalpark wird er nun geschützt und gilt als besonderer Anziehungspunkt für Touristen.
Am frühen Morgen beginnt das Schimpansen-Trekking. In zwei Gruppen von je vier Leuten laufen wir in verschiedenen Richtungen mit je einem Guide los. Beide sind mit einem Funkgerät verbunden, so dass sie sich verständigen können, falls jemand eine Schimpansengruppe findet. In der ersten Stunde passiert nichts, wenn man davon absieht, dass der oft unwegsame Dschungel viel Geduld und körperliche Anstrengung erfordert, da wir bei der Suche oft die eingelaufenen Trampelpfade verlassen müssen.

Kibale Forest - Queen Elisabeth-Nationalpark
Zunächst führt unsere Route wieder über Fort Portal, von wo aus wir über Kasese, dem Abzweig zum Ruwenzori-Gebirge, direkt zum Queen Elisabeth- Nationalpark weiterfahren.
Der Park liegt im Süden Ugandas am Eduard- und Georg- See. Bekannt ist die Mweya-Lodge auf der Mweya-Halbinsel am Kasinga-Kanal, der die beiden Seen verbindet. Am Kanal kann man vor allem Flusspferde und Pelikane sowie Eisvögel, Adler, Reiher Antilopen und Büffel beobachten. Der Park beherbergt über 100 Säugetier- und 600 verschiedene Vogelarten. Im Maramagambo-Wald und im Ishasa-Gebiet, beide im Süden des Parks gelegen, finden sich auch verschiedene Affenarten, sowie Kronenkraniche (Wappenvogel Ugandas) und Topis.
Eduard-See (65 km lang, 920 ü.NN) und Georg-See (23 km lang, 914 ü.NN) sind ebenfalls Teil des Ostafrikanischen Grabens. Während der Eduard-See von vielen kleinen Bächen und Flüssen gespeist wird, ist der Semliki, der weiter nördlich in den Albert-See mündet, der einzige Abfluss.
Am Gate zum Nationalpark werden wir wieder eine Menge Geld los. Über gute Pisten im Park erreichen wir bald die „Mweya Lodge“, die auf einem Hochplateau über dem Kasingakanal liegt, der Edward- und Georg-See verbindet.Unweit der Lodge liegt unsere Campsite, auf der es Duschen und Toiletten gibt. Von unserem Platz auf einer Abbruchkante haben wir einen wunderschönen Blick auf den Kasinga-Kanal und die eindrucksvolle Uferlandschaft. Mit dem Fernglas können wir die Tiere am Wasser beobachten.
In der Nacht hören wir viele Tiergeräusche. Wir bekommen Besuch von zwei Elefanten – Mutter und Kind -, die lange Zeit unmittelbar rund um die Zelte grasen und nicht daran denken, weiter zu laufen. Schließlich wollen sie noch ein wenig ausruhen und der kleine Elefant legt sich sogar nieder und erwischt dabei noch die Ecke eines Zeltes. Dort bleibt er dann liegen. Die beiden Insassen sind mit den Nerven fertig. Nach langer Wartezeit bequemen sich die Dickhäuter doch noch zum Aufbruch.
Am Nachmittag ist noch eine Pirschfahrt durch den Park vorgesehen, bei der es wieder viel zu sehen gibt. Am heutigen Ruhetag wandern wir zur Lodge und genießen auf der Terrasse den gigantischen Rundblick auf die Wasserlandschaft, erfreuen uns an eisgekühltem Bier und „Cuba libre“.
Ishasha-River


Sie befindet sich in einer kleinen Bucht des Kanals. In dieser landschaftlich besonders schönen Gegend machen wir eine größere Rast.


Die weitere Piste ist erstaunlich gut, obwohl es in der Zwischenzeit einige stärkere Regengüsse gegeben hat. Wir kommen gut voran. Inzwischen befinden wir uns in einem größeren Waldgebiet, dem Maramagambo Forest.


Plötzlich versperrt uns ein umgestürzter Baum den Weg. Da wir das Hindernis nicht umfahren können, müssen wir dem Baum „zur Leibe rücken“, um die Fahrbahn frei zu machen. Der Weg ist frei und die restliche Strecke legen wir ohne Zwischenfälle zurück. Schließlich stehen wir am Gate des Ishasha River-Camps. Eintritt für das Camp müssen wir nicht mehr bezahlen, da der 3-Tage-Tarif vom Tag des Eintritts in den QENP noch gültig ist, lediglich Campgebühren sind erneut fällig.

Unser Camp liegt unmittelbar am Ufer des Ishasa-Rivers, Grenzfluss zwischen Uganda und der DR Kongo. Der bewaldete Platz bietet mit seinen großen Bäumen ausreichend Schatten, um der Sonne aus dem Weg zu gehen. Eine strohbedeckte Rundhütte bietet sich hervorragend als Standort der Küche und Schutz bei Regen an.Von diesem Platz aus können wir direkt dem Baden der Hippos im Fluss zusehen und hören bis in die Nacht das Prusten der Tiere.
Am Nachmittag gibt es plötzlich und unerwartet einen brutalen Wolkenbruch, den wir unter der strohbedeckten Ess- und Aufenthaltshütte untätig miterleben müssen, nachdem wir zuvor hastig unsere Zelte geschlossen haben.
Der nächste Tag ist Ruhetag am Ishasa-River und nachdem wir die nassen Zelte und deren „Innereien“ wieder auf Vordermann gebracht haben, machen wir kleine Wanderungen und eine Pirschfahrt mit dem LKW. Die Piste war vom gestrigen Regen noch ziemlich aufgeweicht und manchmal gab es heikle Stellen für den schweren LKW. Der Regen hat sich aber zum Glück nicht mehr gemeldet.

Da wir erst für den nächsten Tag ein Ticket für die Gorillapirsch haben, können wir uns heute noch etwas in der Gegend umsehen. Einige von uns machen einen geführten Rundgang durch ein etwas weiter gelegenes Pygmäendorf, andere schauen sich in den Souvenirläden um, in denen sehr schöne Flecht- und Schnitzarbeiten angeboten werden, deren Erlös aufgrund einer Dorfinitiative in den Ausbau der neuen Schule fließt und die Sponsorengelder ergänzen sollen.

Schließlich ist der große Tag gekommen, den alle seit Monaten herbeigesehnt haben. Die Tickets haben wir schon von Deutschland aus gebucht und in Kampala abgeholt. Jede Gorillafamilie darf nur von Gruppen bis fünf Leuten unter der Führung von speziell hierfür geschulten Parkrangern besucht werden.


Nach langem Suchen und anstrengender Kletterarbeit im dichten, feuchten Regenwald treffen wir endlich auf die Gorillas. Hier bleiben wir einige Zeit und betrachten die imposanten Tiere in aller Ruhe, bevor die Ranger zum langen Rückmarsch aufrufen. Es war ein tolles Erlebnis und die Eindrücke werden sicher sehr lange in Erinnerung bleiben.
Bwindi – Kabale – Mbarara – Kampala - Entebbe
Heute müssen wir zügig die Rückfahrt beginnen, damit wir rechtzeitig zum Rückflug in Entebbe sind. Die erste Rast machen wir in Kabale für Mittagessen und kleinere Einkäufe. Hier biegen wir von der Piste auf den Trans-Uganda-Highway ab, der von Ruanda über Kampala nach Kenia führt.
Die nächste Stadt, die wir auf dem Highway erreichen, ist Mbarara. Wir übernachten hier auf der „Agip-Motel-Campsite“. Die Campsite ist sehr schön und mit einer soliden Mauer umgeben, aber leider befindet sie sich unmittelbar am Hauptmarkt der Stadt, wo das Leben bis weit nach Mitternacht pulsiert. Zum Schlafen wird man hier sicher nicht kommen. Dafür bietet der gepflegte Biergarten des Hotels eine gewisse Entschädigung.
Am nächsten Tag schaffen wir es bis zu einer Campsite im Mpanga- Forest, nicht weit von Kampala entfernt. Diese Anlage heißt „ECO-PROJEKT Camp“ und wird ebenfalls von einer privaten Organisation betrieben.
Bis Kampala haben wir heute nur noch ca. 35 km zu bewältigen. Da wir die Stadt nach der Morgen-Rushhour erreichen, haben wir etwas Glück mit dem Stadtverkehr, zumal wir in Richtung Innenstadt nur bis zum ersten großen Kreisverkehr fahren müssen, an dem wir dann nach Süden in Richtung Entebbe abbiegen. Die letzte Nacht verbringen wir wieder in „Sophies Motel“ und genießen den letzten Blick auf den Victoriasee.
Der Rückflug mit KLM geht über Nairobi weiter nach Amsterdam und Frankfurt.





































